Ökoton
Der Körper als Übergangszone
Wo die Haut endet und die Umwelt beginnt – und die Unmöglichkeit, diese Grenze zu ziehen.
In der Ökologie ist ein Ökoton ist eine Übergangszone zwischen zwei ökologischen Lebensräumen: der Streifen Land, an dem der Wald in eine Wiese übergeht, an dem Süßwasser auf Salzwasser trifft. Solche Übergangsbereiche sind oft artenreicher als jede der beiden Seiten. Dort treffen Arten aus beiden Lebensräumen aufeinander, und manche kommen nirgendwo sonst vor. Ökoton fotografiert den Körper als eine solche Zone. Die Serie führt den Körper dorthin zurück, woher er stammt – als Teil der Natur und nicht als eine vor ihr platzierte Gestalt –, bis die Grenze zwischen Haut und Welt zu verschwimmen beginnt.
Ob in Farbe oder Schwarz-Weiß – die Serie sucht nach dem Moment, in dem der Körper aufhört, das Motiv der Landschaft zu sein, und zu einem Teil von ihr wird, indem er ihre Textur, ihren Rhythmus und ihr Licht annimmt.
The series starts from a simple observation: nature and culture are not opposites. Every meadow is partly human work, and every human body is partly made of other species. The horses make the idea concrete. Many meadows exist only because animals graze them or people mow them; left alone, they turn to scrub and then to forest. A landscape that looks wild is often a long collaboration. Ökoton looks at land as it is actually lived in: walked across, worked, and marked by use, with the human figure standing among other living things and never above them. Nature here is no untouched scenery waiting for a human to arrive. In Ökoton, there is no backdrop. The body and the environment share the same image and carry the same weight within it.
A nude placed in nature has long been used to picture harmony, nostalgia, or a longing for something higher, and the series could easily be mistaken for that kind of image. Ökoton sets gentler scenes beside harsher ones: figures among rocks, bodies on worked land. Here the body belongs to a working landscape rather than a romantic one.
Tiere sind, wenn sie im Bild erscheinen, gleichberechtigte Protagonisten, keine Symbole oder Requisiten. Insbesondere die Pferde teilen sich den Bildraum, ohne der menschlichen Figur untergeordnet zu sein. Ein Tier lässt sich nicht so inszenieren wie ein Modell, daher enthält jedes dieser Bilder auch eine Entscheidung, die nicht vom Fotografen getroffen wurde. Die Kompositionen sind so gestaltet, dass sie die Hierarchie ablehnen, die normalerweise die Figur vom Hintergrund trennt.
Ausgewählte Werke
Ausgaben
Archival pigment prints are released in editions of 5 + 1 Artist Proof on Hahnemühle Photo Rag and Baryta papers. Selected works are available through Artsper, Saatchi Kunstund Artmajeur. Für direkte Anfragen, Leihgaben für Ausstellungen oder Preise für Sammler: print@burakbulut.org.
























